Großes Interesse am 2. VPEX-Symposium

am 14.6.2019 in Berlin
zum Einsatz der Spektroskopie zur objektiven Zuordnung und Abgrenzung von Farben sowie
zur Feststellung von Manipulationen und Fälschungen bei Briefmarken

Wien/Berlin. Nach dem 1. VPEX-Symposium in Wien erweckte auch das am 14. Juni 2019 in Berlin vom „Verband Philatelistischer Experten – VPEX – Die Verbandsprüfer“ in Kooperation mit der Briefmarken-Gratishilfe in den Räumlichkeiten der Hadersbeck-Auktionen veranstaltete 2. VPEX-Symposium zum Einsatz der Spektroskopie zur wissenschaftlich objektiven Zuordnung und Abgrenzung von Farben sowie zur Feststellung von Manipulationen und Fälschungen bei Briefmarken großes Interesse. Die 28 Teilnehmer des von Torsten Grunwald, VPEX-Prüfer für POL-Lochungen, organisatorisch betreuten Symposiums kamen aus allen Bereichen der Philatelie, so auch Prüfer verschiedener Verbände. Die inzwischen leistbare Spektroskopie misst Farben exakt zuordenbar aus und führt so zu eindeutigen Aussagen. Die subjektiven Einflussfaktoren - das menschliche Auge ist eben nicht kalibrierbar - samt deren Problematiken werden so vermieden. Die Teilnehmer des Symposiums beteiligten sich nach vier jeweils konzentriert verfolgten Vorträgen rege an den darauf folgenden Diskussionen und betrachten das Symposium als Anstoß, sich jedenfalls weiter mit dieser Thematik zu beschäftigen oder sich sogar ein Spektrometer samt Analysesoftware anzuschaffen. Die überwiegende Meinung der Teilnehmer am Ende des VPEX-Symposiums: Der Einsatz der Spektroskopie zur objektivierten Farbenbestimmung von Briefmarken lässt sich vielleicht verzögern, aber sicher nicht aufhalten. Ihre Durchsetzung ist nur noch eine Frage der Zeit!

Kobalt, lebhaftblau, dunkelgrauultramarin, schwärzlichkobaltblau oder schwärzlichcyanblau?
Lebhaftlilaultramarin, violettultramarin, dunkelkobalt, schwärzlichgrauultramarin, schwärzlichkobaltblau oder dunkelcyanblau?

Wieviele Philatelisten können aus diesen Farbpaletten bei einer Marke die seltene Farbe mit extrem hohen Katalogwert nach subjektiver Einschätzung visuell sofort richtig „bestimmen“? Denn „geprüft“ werden Farben derzeit gemäß den Prüfordnungen ja gar nicht. Und wie wäre es, wenn man diese teure Farbe mit einem Spektroskop in Verbindung mit einer Auswertungs- und Analysesoftware um nur einige hundert Euro sogar selbst objektiviert ausmessen und zuordnen könnte.

Das vom „Verband Philatelistischer Experten – VPEX – Die Verbandsprüfer“ in Kooperation mit der Briefmarken-Gratishilfe veranstaltete ganztägige Symposium fand unter der federführenden Organisation des Verbandsprüfers Torsten Grunwald, VPEX am 14. Juni 2019 in den freundlicherweise vom Auktionshaus Hadersbeck in Berlin zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten statt. Nach Begrüßungsworten des Geschäftsführers der Hadersbeck-Auktionen Thomas Wickboldt und Einführungsworten des VPEX-Präsidenten Peter Stastny widmete man sich beim Symposium ausführlich den Voraussetzungen, Grundlagen, Bedingungen, Umständen und Vorgangsweisen sowie den sich daraus ergebenden Auswertungsmöglichkeiten und wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Spektroskopie von Briefmarken zur wissenschaftlichen Farbuntersuchung bei Briefmarken. Die Teilnehmer des ausgebuchten Symposiums folgten hoch konzentriert den vier Vorträgen der drei Referenten Claudius Kroschel („Einführung in die Spektroskopie im Lichte der Farbenbestimmung von Briefmarken“), Andre René Hogrefe („Absorptionstomographie - Die Lösung des philatelistischen Farbenproblems mit Scanner, Computer und Graphikprogrammen“), Carsten Burkhardt („Vorstellung von praktischen Anwendungen zur Zuordnung und Abgrenzung von Farben sowie zur Feststellung von Manipulationen und Fälschungen bei Briefmarken“) und Claudius Kroschel gemeinsam mit Carsten Burkhardt zum Abschluss mit der Vorführung einiger weiterer Anwendungsbeispiele.
Das hohe Interesse der Teilnehmer des Symposiums an der Thematik zeigte sich auch an den angeregten Diskussionen nach jedem Vortrag und der Abschlussdiskussion zum und nach dem Ende des Symposiums.

Beide nachstehenden Bilder dürfen für Publikationen unter Quellenangabe ('Torsten Grunwald, VPEX') kostenfrei verwendet werden.

Ein gelungenes Symposium, so unisono das Resümee der Teilnehmer am Ende des VPEXSymposiums, das als Anstoß dafür betrachtet wurde, sich jedenfalls weiter mit dieser Thematik zu beschäftigen oder sich sogar ein Spektrometer samt Analysesoftware anzuschaffen. Die Zukunft der Farbenbestimmung von Briefmarken liegt in der Spektroskopie. Über kurz oder lang wird sie sich bei der Farbenbestimmung von Briefmarken durchsetzen. Sie lässt sich möglicherweise verzögern, aber sicher nicht aufhalten, so die mehrheitlich Meinung der Teilnehmer am Ende des VPEX-Symposiums.

Auf mehrfache Anfragen aus dem süddeutschen Raum und aus der Schweiz ist eine Wiederholung des Symposiums in der Nähe des Bodensees in Überlegung. Weitere Vortragsveranstaltungen des VPEX zu verschiedensten Themen sind in Planung.

Die Liste der Verbandsprüfer mit ihren jeweiligen Prüfgebieten, die geltende Prüfordnung des VPEX, aktuelle Mitteilungen sowie weitere Informationen zum VPEX finden sich auf der Website www.verbandspruefer.info bzw. www.vpex.info des Verbandes Philatelistischer Experten - VPEX - Die Verbandsprüfer.

Fragen richten sie bitte an: Peter Stastny

per Telefon +43 (0)660 - 555 06 95
oder eMail mmag.peterstastny@yahoo.com